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Das solltest du über den individuellen Schlafbedarf deines Kindes wissen

Es gibt viele Gründe, warum dein Baby möglicherweise Schwierigkeiten beim Schlafen hat. Einige Gründe sind offensichtlich, wie Hunger, Unbehagen und Wachzeiten, die nicht dem Alter entsprechen. Andere Faktoren können jedoch auch eine Rolle spielen, wie das Zahnen, Trennungsängste, Wachstum- und Entwicklungsschübe.


Jedes Baby hat auch seinen individuellen Schlafbedarf, um sich gut zu entwickeln und den Tag gut gelaunt verbringen zu können. Die meisten Schlafherausforderungen entstehen tatsächlich durch Wachzeiten, die nicht dem Alter des Babys entsprechen, egal ob es sich um Einschlaf-, Durchschlaf- oder Aufwachprobleme handelt.


Fröhliches und ausgeschlafenes Baby
Happy Baby

Warum der individueller Schlafbedarf entscheidend ist


Es ist von entscheidender Bedeutung, die Schlafbedürfnisse deines Kindes in verschiedenen Entwicklungsstadien zu kennen. Der Schlafbedarf und die Wachzeiten ändern sich insbesondere im ersten Lebensjahr ständig: Tagsüber wird schrittweise weniger geschlafen und auch die Dauer des Nachtschlafs kann sich dadurch verändern.


In der Regel schlafen Neugeborene bis zu 18 Stunden pro Tag, während es am Ende des ersten Monats bereits nur noch 16 Stunden sind. Im Verlauf des ersten Lebensjahres verringert sich der Schlafbedarf auf 14-15 Stunden pro 24 Stunden. Im Alter von zwei Jahren sind es durchschnittlich 12-13 Stunden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es sich bei den angegebenen Schlafbedürfnissen um Durchschnittswerte handelt und dass sie besonders während Entwicklungsschüben und/oder Erkältungen variieren können.



Übersicht Schlafbedarf nach Alter
Durchschnittlicher Schlafebedarf nach Altersstufen

Individuellen Schlafbedarf ermitteln


Ab dem frühestens 5. Oder besser 6. Monat, wenn dein Baby den Schub im 4. Monat gepackt hat, kannst du einen Überblick über Babys Schlafgewohnheiten erstellen. Wenn du den Rhythmus deines Kleinen gut kennst, kannst du ihm die nötige Ruhezeit geben, die er braucht, um tief und fest zu schlummern. Denn, mal ehrlich, wer will schon ein müdes Baby haben, das den ganzen Tag quengelt?


So gehst du am besten vor:


Schritt 1: Schlaf-Memo führen

Schnapp dir Stift und Papier oder eine coole App, um die Schlafgewohnheiten deines kleinen Lieblings aufzuzeichnen. Nimm dir genug Zeit - 5-7 Tage -, denn jeder Tag ist anders und das kann sich auf das Schlafverhalten auswirken.


Schritt 2: Zeiten und Stimmung auswerten

Summiere alle Schlafstunden innerhalb von 24 Stunden und berechne den Durchschnitt. Wiederhole diesen Schritt für Tages- und Nachtschlaf. Dann checke, wie dein Baby in der Wachphase drauf ist. Wenn dein kleiner Schatz glücklich ist, ist das ein Indiz für genug Schlaf.

Wenn er jedoch unzufrieden wirkt, könnte das ein Anzeichen für Übermüdung sein. Auch die Einschlafbegleitung ist wichtig. Weint dein Baby, will nicht schlafen, obwohl es offensichtlich müde ist oder braucht es allgemein ewig zum Einschlafen, könnte es übermüdet sein.


Schritt 3: Veränderungen einführen

Vergleiche die Durchschnittswerte mit den Zeiten deines Babys. Der Schlafbedarf kann sich phasenweise ändern. Achte daher auf alle Faktoren, nicht nur auf Zahlen. Wenn du merkst, dass dein Baby (sehr viel) weniger schläft als der Durchschnitt, oft unausgeglichen ist und die Einschlafbegleitung Tränen nach sich zieht, biete ihm etwas früher Schlaf an, damit es wieder happy baby ist.


Es ist immer eine Phase…oder?


Wie schon erwähnt, wird es immer wieder Phasen geben, die Einfluss auf den Schlaf deines Kindes haben werden: Zähne, Trennungsangst, Schübe, Erkältungen. In diesen Phasen kann sich auch der Schlafbedarf ändern. Manche Kinder schlafen dann mehr (es heißt ja nicht umsonst „Sich gesund schlafen“  😉). Andere fühlen sich so unwohl, dass sie gar nicht zur Ruhe kommen und schlafen können.


Achte auf dein Kind und sei flexibel. Biete deinem Schatz öfter ein Schläfchen an oder nutze zusätzliche Schlafhilfen. Wie immer gilt: Das Wohlbefinden deines Kindes geht immer vor, als irgendwelche Tabellen. Zögere auch nicht deinen Kinderarzt/Kinderärztin zu konsultieren, wenn du dir unsicher bist, ob körperliches Unwohlsein für die Schlafschwierigkeiten verantwortlich sei könnten.


Nicht stressen lassen


Wichtig bei den vielen Tabellen, die im Internet zum Thema Schlafbedarf kursieren: es sind immer Durchschnittswerte und Orientierungswerte. Kein Kind wird exakt die genannten Stunden schlafen, wie angegeben. Lass dich davon nicht stressen. Es heißt nicht umsonst individueller Schlafbedarf. Genauso, wie  bei Erwachsenen, gibt es auch bei den Kindern Viel- und Wenigschläfer.


Willst du noch mehr Tipps und Einblicke in das Thema Baby- und Kleinkindschlaf? Dann folge mir auf Instagram @traumnaechte


Alles Liebe

Anna


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