top of page

Kurze Tagschläfchen - Mein kleiner Wirbelwind ist nach 30 Minuten schon wieder hellwach!

Aktualisiert: 20. Dez. 2023

Ein kleiner Powernap kann zwar Wunder bewirken, aber Babys haben manchmal ihre eigenen Pläne. Nach einem kurzen Schläfchen von 30-35 Minuten sind sie schnell wieder müde und wollen eigentlich wieder zurück ins Land der Träume. Obwohl sie zuerst ausgeruht erscheinen, dauert es nicht lange, bis sie wieder quengelig werden. Manchmal wachen sie sogar nach 30-40 Minuten am Abend auf und müssen erneut beruhigt werden. Keine Sorge, das kommt bei vielen Babys vor und sollte nicht als alleiniges Problem betrachtet werden. Es ist nur ein Symptom für etwas viel Komplexeres.


Baby strahlt

Eltern fragen sich oft, warum ihr kleiner Schatz nach so kurzer Zeit aufwacht und wie sie ihm helfen können, länger zu schlafen. Doch keine Panik, es gibt Lösungen für dieses kleine Schlafproblem.


Ein genauerer Blick


Lass uns zurückblicken auf den Moment, wenn dein Baby etwa 30 Minuten nach dem Einschlafen plötzlich aufwacht. Was passiert da? Das Baby wechselt von der Tiefschlafphase - ein Zustand, in dem selbst ein Steinzeit-Donner nix anrichten kann - in die Leichtschlafphase, wo es zwischen Träumen und Wachsein schwankt. Diese Auf- und Abs des Halbschlafs sind für uns Menschen ein natürliches Sicherheits-Feature, denn im Leichtschlaf wird das Baby zum Detektiv und spürt jede kleine Veränderung in der Umgebung auf. So kann es einschätzen, ob alles sicher ist und kann im Notfall lautstark Alarm schlagen, wenn etwas unsicher erscheint. Das ist ein Überbleibsel aus der Steinzeit und schützte unsere Vorfahren vor wilden Tieren und anderen Gefahren. Obwohl das heute nicht mehr nötig ist, haben unsere Babys diesen Trick noch nicht vergessen.


Was kann ein Baby während des Schlafphasenwechels wahrnehmen?


Im Prinzip alles: Veränderungen in Licht- und Temperaturverhältnissen, Hungergefühl, nasse Windel, Geräusche, die beim Einschlafen nicht da waren (ein Auto fährt vorbei usw.). Auch ein Schlafplatzwechsel, also immer dann, wenn wir das Baby nach dem Einschlafen umbetten oder ablegen, kann es passieren, dass es nach einer halben Stunde aufwacht.

Wenn dein Kleines nach 30 Minuten aufwacht, ist das eigentlich ein cleverer Trick, um wieder in dieselbe Schlafsituation zu gelangen, wie beim Einschlafen. Wenn sie beim Stillen eingeschlummert sind, möchten sie beim Aufwachen wieder an die Brust, um weiterschlafen zu können. Wenn sie beim Schlummern Körperkontakt hatten (auf dem Arm oder Händchenhaltend), benötigen sie das nach dem Schlafphasenwechsel, um wieder einzuschlummern zu können.


Die Lösung ist daher einfach: Lass dein Baby genauso weiterschlafen, wie es eingeschlummert ist, indem du dich z.B. von vornherein mithinlegst. So kannst du auch selbst eine Pause genießen. So ist es am einfachsten nach 30 Minuten für gleichbleibende Weiterschlafsituation zu sorgen. Alternativ kannst du dich nach 20-25 Minuten, also kurz vor dem Schlafphasenwechel, dazulegen bzw. gleiche Weiterschlafsituation schaffen.


Eine andere Möglichkeit, um Powernaps zu verlängern.


Falls du denkst: "Easy peasy, das ist doch kein Problem!" - Dann mach alles, was in deiner Macht steht, um dein Baby beim Schlafphasenwechsel nicht zu stören. Wo es kein Problem gibt, muss man auch nicht nach einer Lösung suchen.


Wenn du jedoch das Gefühl hast, dass es in Stress ausartet die Tagschläfchen deines Kindes zu verlängern ohne selbst zur Ruhe zu kommen oder Zeit für dich und deinen Partner zu haben - gibt es eine Alternative: Hilf deinem Baby, eine Einschlafsituation zu schaffen, die es ihm ermöglicht, eigenständig einzuschlafen, ohne intensive Unterstützung. Ja, du hast richtig gehört, hilf deinem Kind dabei, wie es mit immer weniger Unterstützung ein- und weiterschläft. Aber Achtung, Babys unter 6-8 Monaten (viele auch darüber hinaus) benötigen viel Unterstützung beim Ein- und Weiterschlafen, über kurz oder lang sind die meisten aber in der Lage, sich selbst zu beruhigen (wenn du sie lässt).


Keine Verlängerung möglich?


Wirkt dein Baby nach seinem Powernap ausgeschlafen, zufrieden und hält seine normale Wachzeit gut gelaunt durch? Alle Versuche die kurzen Tagschläfchen zu verlängern, schlagen fehl?


Keine Panik. Die Kurzschläferphase ist oft entwicklungsbedingt und gibt sich von alleine, spätestens wenn die Kinder auf 2 Tagschläfchen umstellen und die Wachphasen entsprechend lang werden, damit der Schlafdruck zu genüge aufgebaut wird.

Zusammengefasst: Auch wenn dein Baby längere Schläfchen macht oder durchschlafen kann, wird es trotzdem zwischendurch aufwachen. Sobald es aber bewusst und selbstständig (nicht allein!) einschlafen kann, wird es keine große Schwierigkeiten haben, weiterzuschlafen, ohne deine intensive Unterstützung. Im Moment des Einschlafens benötigen die meisten Kinder einfach die Gewissheit, dass sie nicht allein sind, und den Rest schaffen sie dann selbst. Dasselbe gilt auch für kurze Schläfchen während des Tages: Wenn sich nichts um das Baby herum verändert, wird es bis zu seiner eigenen Erholung weiterschlafen.


Besuche mich gern auf Instagram @traumnaechte und trage dich für meinen Newsletter ein!


Alles Liebe, Anna



9 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Comments


bottom of page