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Schlafhilfen, Schlafbrücken, Schlafassoziationen – Müssen sie zwingend weg?

Aktualisiert: 20. Dez. 2023

Hast du schon mal überlegt was für dich für einen guten und schnellen Schlaf am Abend unerlässlich ist? Ein bestimmtes Kissen vielleicht? Oder ein Hörbuch? Muss es für dich stockfinster und kühl sein? Oder stören die Umgebungsgeräusche weniger? Brauchst du vielleicht sogar jemanden neben dir, damit du dich vollkommen sicher und wohl fühlst?


Baby schläft an Mamas Schulter


Wenn eines dieser Elemente fehlen würde, würdest du dich womöglich unbehaglich fühlen, und das Einschlafen würde automatisch länger dauern. Ich hätte z.B. Schwierigkeiten, wenn ich mitten in der Nacht aufwache und plötzlich ganz woanders wäre. Auf dem Fußboden im Wohnzimmer beispielsweise, ohne meine Bettdecke und Kissen oder ohne meinen Mann an meiner Seite. Dann würde es mindestens einen Moment dauern, bis ich die Lage begriffen habe. An Schlafen würde ich dann nicht denken.


Stell dir also die Frage: Was brauche ich alles, um gut schlafen zu können? Nachdem du bei dir selbst diesen Selbstcheck gemacht hast, könntest du dich als nächstes auch fragen, was dein Kind alles braucht, um gut schlafen zu können. Die meisten Kinder brauchen ebenfalls Dunkelheit, sonst sind sie leicht abgelenkt. Dann gibt es Kinder, die absolute Stille brauchen (wiederum wegen der Ablenkungsgefahr) und andere, die bei vollkommener Stille nicht einschlafen können, da sie das Gefühl haben, ganz allein zu sein. Das steht wiederum im Widerspruch zum nächsten Punkt.


Sicherheit ist A und O


Kein Zweifel, Sicherheit hat beim Schlummern die höchste Priorität. Ohne ein Gefühl der Geborgenheit ist an einen erholsamen Schlaf nicht zu denken. Was genau jedes Kind braucht, um dieses Gefühl zu bekommen, ist allerdings höchst unterschiedlich. Manche mögen es, wenn Mama immer greifbar ist, wenn sie gebraucht wird. Andere brauchen die körperliche Nähe ihrer Mutter oder eines anderen wichtigen Menschen, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Natürlich gibt es auch ganz viele andere Möglichkeiten, wie Händchenhalten oder in den Arm genommen werden. Wichtig ist, dass Babys und Kleinkinder immer spüren, dass ihre Eltern in Reichweite sind und sie nicht allein gelassen werden, selbst wenn sie die Augen geschlossen haben.


Kinder haben so viele Tricks im Ärmel, um sich selbst zu regulieren oder in den Entspannungsmodus zu wechseln. Manche haben etwas außergewöhnliche Gewohnheiten wie das Knibbeln an den Fingerkuppen der Eltern, das Ziehen an den Haaren oder das Herumdrehen am Bauchnabel oder der Brustwarze. Alles Einschlafhilfen oder Schlafassoziationen, wenn ein Kind ausschließlich durch sie einschlafen kann.


Andere Kleine hören gerne eine Gute-Nacht-Geschichte oder möchten vorgesungen bekommen, um sich geborgen zu fühlen und sich zu entspannen.Die wahre klassische Einschlafhilfe ist natürlich das Nuckeln - ob an der Brust, an einer Flasche Milch oder dem Schnuller. Die beruhigende Wirkung des Saugens ist von der Natur aus vorgesehen und hilft den Kleinen, sich schnell zu entspannen und einzuschlafen.Auch das Wiegen, Schaukeln oder Hüpfen auf einem Gymnastikball können wirksam sein, insbesondere wenn das Kind unruhig oder übermüdet ist und Schwierigkeiten hat, sich zu entspannen und loszulassen. Bei kleineren Babys kann es sogar sein, dass sie ausschließlich in Bewegung einschlafen können. Aber Vorsicht: Bei älteren Kindern können diese Hilfen zu einer Abhängigkeit führen, die mühsam zu durchbrechen ist.


Es gibt noch viele weitere Einschlafhilfen oder Schlafassoziationen, die uns als Außenstehende nicht in den Sinn kommen würden. Übermüdete Eltern greifen oft darauf zurück, um ihre Kleinen in den Schlaf zu wiegen, frei nach dem Motto "Hauptsache es schläft".Aber sind diese Einschlafhilfen wirklich so schlecht und müssen sie unbedingt abgewöhnt werden? Viele Eltern fragen sich das. Zumindest werden Schlafgewohnheiten oft mit Schlafproblemen, wie dem häufigen Wachwerden in der Nacht, in Verbindung gebracht.


Wann ist die beste Zeit, sich von einer Einschlafhilfe zu verabschieden?


Im Grunde genommen, wenn weder das Kind noch die Eltern Schwierigkeiten damit haben, besteht kein Grund, sie loszuwerden. Wenn es euch Freude bereitet, eurem kleinen Schatz beim Einschlafen zu helfen, indem ihr Händchen haltet oder es auf eurem Arm schlafen lasst, dann lasst euch von nervigen Kommentaren nicht aus der Ruhe bringen und macht weiter so!Allerdings gibt es Situationen, in denen es hilfreich sein kann, die Einschlafhilfe zu überdenken oder durch eine andere zu ersetzen. Einige mögliche Beispiele sind:


  • Wenn das Halten der Hand, das Dauernuckeln an der Brust oder jede andere Einschlafhilfe für die Eltern zu einer körperlichen Belastung führt, zum Beispiel wegen Schmerzen im Rücken oder durch das Geknibbel und Gekratze des Kindes.

  • Wenn das Kind sofort aufwacht, sobald die Einschlafhilfe entfernt wird, und es den Eltern nicht möglich ist, sie ständig anzubieten.

  • Wenn die gewohnte Einschlafhilfe nicht mehr funktioniert und das Kind entweder immer länger braucht, um einzuschlafen, oder auf diese Weise überhaupt nicht mehr einschlafen kann.


Falls einer dieser Punkte auf eure Schlafsituation zutrifft, könnte es an der Zeit sein, nach einer alternativen Einschlafhilfe Ausschau zu halten. Wichtig ist, dass ihr gemeinsam eine Lösung findet, die nicht nur effektiv, sondern auch langfristig glücklich macht. Der Übergang kann eine Herausforderung sein, aber mit kleinen Schritten und einem guten Plan wird es für euren kleinen Liebling stressfrei sein. Und am Ende wird die ganze Familie mit mehr Lebensqualität belohnt.


Möchtest du eure belastende Schlafhilfe sanft und bindungsorientiert auflösen? Lass uns gemeinem einen Weg finden. Schreib mir eine Nachricht und gemeinsam verändern und verbessern wir eure Schlafsituation!


Alles Liebe

Anna



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